Zwei Zahlen entscheiden, was Airbnbs einheitliche Servicegebühr von 15,5 % einen selbstverwalteten Gastgeber in Montreux kostet, und die meisten kursierenden Anleitungen zur Preisanpassung liegen bei der zweiten falsch. Nichts zu tun senkt die Auszahlung um rund 12,9 % — die Gebühr gilt unabhängig davon, ob Sie am Preis etwas ändern. Die im Netz vielzitierte Anpassung um +18,3 % ist nicht auszahlungsneutral: Die tatsächlich neutrale Zahl liegt bei +14,8 %, und die Lücke von 3,5 Punkten dazwischen ist eine freiwillige Preiserhöhung im Gewand einer defensiven Massnahme.
Für Montreux und die übrige Schweiz liegt die Frist beim 13. Oktober 2026 — später als der 15. September für Gastgeber ausserhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, aber real und rasch näherrückend für alle, die noch selbst unter der alten geteilten Gebührenstruktur verwalten. Dieser Leitfaden rechnet die Anpassung in Schweizer Franken durch und zeigt, was konkret vor der Frist zu tun ist.
Quellenhinweis: Die Gebührenmechanik, die Fristdaten und die Erkenntnisse zur Marktelastizität in diesem Artikel stammen aus AirROIs Analyse von Airbnbs eigener Gebührendokumentation und einer Studie mit 33'341 Inseraten in den USA, veröffentlicht im Juli 2026 von Jun Zhou. Wo die zugrundeliegenden Daten US-spezifisch sind, kennzeichnen wir das ausdrücklich, statt sie als Montreux-Daten darzustellen.
Short answer: Die neue einheitliche Airbnb-Gebühr erreicht selbstverwaltete Gastgeber in Montreux bis 13. Oktober 2026. Die auszahlungsneutrale Anpassung beträgt +14,8 %, nicht die oft zitierten +18,3 %.
In diesem Leitfaden
Die Schweizer Frist: 13. Oktober 2026
Airbnb migriert Gastgeber seit Ende 2025 schrittweise von der alten geteilten Gebührenstruktur — rund 3 % vom Gastgeber, 14,1–16,5 % vom Gast — auf eine einheitliche Gastgeber-Gebühr von 15,5 %. Gastgeber, die eine Verwaltungssoftware oder ein Channel-Management-Tool nutzen, wurden zuerst umgestellt; selbstverwaltete Gastgeber bilden die letzte Welle, und die Schweiz wechselt zusammen mit dem EWR, nicht mit der früheren Gruppe.
| Datum | Wer umgestellt wurde |
|---|---|
| Ende 2025 | Erste Kohorte von Gastgebern mit Verwaltungssoftware |
| 13. April 2026 | Alle verbleibenden softwareverbundenen Gastgeber weltweit |
| 22. Juni 2026 | Länderweiter Wechsel für Deutschland und Grossbritannien |
| 15. September 2026 | Frist zur Preisanpassung — alle übrigen ausserhalb des EWR |
| 13. Oktober 2026 | Frist zur Preisanpassung — Gastgeber im EWR und in der Schweiz |
Airbnbs eigenes Resource Center formuliert es präzise: „The deadline to adjust your prices is September 15 if you live outside the European Economic Area and October 13 if you live within it or in Switzerland" (die Frist zur Preisanpassung ist der 15. September für Gastgeber ausserhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und der 13. Oktober für Gastgeber innerhalb des EWR oder in der Schweiz). Lesen Sie das genau: Es ist eine Frist zur Preisanpassung, nicht eine Frist für einen optionalen Wechsel. Die Gebührenumstellung erfolgt so oder so; das Einzige, was ein Gastgeber in Montreux kontrolliert, ist, ob der Preis mitzieht.
Die Rechnung, die fast alle falsch machen
Der Reflex der meisten Gastgeber ist, den alten Preis durch 0,845 zu teilen (da 1 − 0,155 = 0,845), was auf rund +18,3 % kommt. Diese Zahl ist arithmetisch korrekt, aber auf das falsche Ziel angewendet: Sie hält den alten Listenpreis konstant, nicht die alte Auszahlung. Unter der geteilten Gebühr hat ein Gastgeber nie tatsächlich 100 % des Listenpreises erhalten — rund 3 % wurden bereits gastgeberseitig abgezogen. Die Zahl, die die Auszahlung konstant hält, ist 0,97 ÷ 0,845 = 1,148, also +14,8 %.
Airbnbs eigenes Rechenbeispiel verwendet die kleinere Zahl: Die Illustration im Resource Center erhöht einen Nachtpreis von $100 auf $115 — eine Anpassung von rund +15 %, nicht +18,3 %. Airbnb hat nie eine Zahl von 18,34 % veröffentlicht; sie zirkuliert, weil Diskussionsfäden in Gastgeber-Communitys durch 0,845 teilen, ohne die alte 3%-Gebühr gastgeberseitig zu berücksichtigen.
So wirkt sich jeder Ansatz auf eine realistische Buchung in Montreux aus — ein Nachtpreis von CHF 300 plus eine Reinigungsgebühr von CHF 100, also eine Zwischensumme von CHF 400, ungefähr passend zu einer gut positionierten 2-Zimmer-Wohnung ausserhalb der Festivalwochen.
| Ansatz | Neue Zwischensumme | Auszahlung Gastgeber | Δ vs. alte Auszahlung |
|---|---|---|---|
| Nichts tun | CHF 400.00 | CHF 338.00 | −12,9 % |
| Auszahlungsneutral (+14,8 %) | CHF 459.20 | CHF 388.00 | 0,0 % |
| „Naiv" +15,5 % | CHF 462.00 | CHF 390.39 | +0,6 % |
| Standardempfehlung (÷0,845, +18,3 %) | CHF 473.37 | CHF 400.00 | +3,1 % |
Alte Auszahlungsbasis: CHF 400 × 0,97 = CHF 388.00. Lag Ihre gastgeberseitige Gebühr unter der alten geteilten Gebühr über den üblichen ~3 % — manche „Super Strict"-Stornierungsrichtlinien und Airbnb-Luxe-Inserate lagen höher —, verwenden Sie alter_preis × (1 − alte_gastgebergebühr) ÷ 0,845 statt des festen Multiplikators 1,148.
Die +18,3-%-Zahl ist nicht falsch anzuwenden — sie ist schlicht eine echte Preiserhöhung von 3,1 %, und sie sollte als bewusste Preisentscheidung getroffen werden, nicht als „nur die neue Gebühr abdecken" verteidigt werden.
Verträgt Ihr Kalender die zusätzlichen 3 %?
Ob sich der freiwillige Zusatzbetrag von 3,1 % lohnt, hängt davon ab, wie viel Spielraum Ihr Kalender hat, und die ehrliche Antwort ist, dass niemand Montreux-spezifische Elastizitätsdaten besitzt, wie AirROI sie für 12 US-Märkte erhoben hat. Deren Studie mit 33'341 Inseraten fand, dass der freiwillige Zusatzbetrag die Wettbewerbsposition eines mittleren Inserats im „stabilen Zustand" (nachdem auch Mitbewerber angepasst haben) um 2,7 bis 5 Perzentilpunkte verschob und in der Übergangsphase — bevor Mitbewerber nachziehen — um 15 bis 26 Punkte, wobei das Ergebnis stark davon abhängt, wie dicht die Preise in einem Markt gebündelt sind, nicht vom Preisniveau selbst.
Was sich auf Montreux übertragen lässt und was nicht: Die US-Perzentilzahlen pro Markt übertragen sich nicht direkt — Preisstreuung, Auslastungsgefälle und Buchungsvorlaufzeiten in Montreux unterscheiden sich von Destin oder Charleston. Was sich überträgt, ist das zugrundeliegende Elastizitätsprinzip: AirROIs implizite Marktelastizität auf den freiwilligen Zusatzbetrag lag zwischen −0,04 und −0,72, was mit einer Cornell-Studie zur Hotelnachfrage (1989–2000) übereinstimmt, die eine Eigenpreiselastizität von −0,13 für marktweite Preisbewegungen fand — „extrem gering". Das ist ein Ereignis auf Marktebene, bei dem sich der Preis jedes Gastgebers gemeinsam bewegt — eine andere (und deutlich weniger riskante) Kategorie als ein einzelnes Inserat, das seinen Preis allein anhebt.
Für Montreux spricht das dafür, den freiwilligen Teil einer Preisanpassung auf Zeitfenster mit geringerer Nachfrageelastizität zu legen, statt das ganze Jahr über einen festen Prozentsatz anzuwenden. Die Wochen des Jazz Festivals und des Weihnachtsmarkts — wo die Nachfrage das Angebot bereits übersteigt — sind die Zeiträume, die am ehesten eine zusätzliche Erhöhung mit minimalem Auslastungsverlust verkraften. Nebensaisonwochen, in denen Gäste mehr Inserate über eine breitere Preisspanne vergleichen, sollten eher näher an den auszahlungsneutralen +14,8 % bleiben als an den vollen +18,3 %.
Was vor der Frist zu tun ist
- Legen Sie das Ziel bewusst fest. Entscheiden Sie, ob Sie die auszahlungsneutralen +14,8 % nehmen oder bewusst einen Zusatzbetrag von rund 3 % obendrauf — verfallen Sie nicht automatisch auf +18,3 %, nur weil das in einem Forenthread stand.
- Warten Sie nicht bis zur letzten Woche. Die Gebührenumstellung hängt nicht von der Preisanpassung ab, und Airbnb sortiert die Suche seit 2022 nach Gesamtpreis und zeigt seit April 2025 Gesamtpreise an — Warten kostet nur Wochen korrekt bepreister Buchungen.
- Rechnen Sie die Reinigungsgebühr separat hoch (durch 0,845 teilen) oder integrieren Sie sie in den Nachtpreis — beide Ansätze landen auf derselben gebührenpflichtigen Basis.
- Achten Sie auf die Rabattfalle. Airbnbs Preisanpassungs-Tool schliesst aktive Rabatte und Promotionen aus. Eine nach der Anpassung gestartete Promotion kann die gesamte Erhöhung wieder zurückgeben.
- Prüfen Sie die Parität zwischen Kanälen. Wenn Sie auch auf Booking.com oder Vrbo inserieren, kann eine Erhöhung nur bei Airbnb, ohne die Gebührenstruktur dieser Kanäle zu prüfen, Buchungsvolumen unbemerkt verlagern.
- Überprüfen Sie die Eventpreise separat von Ihrem Basiskalender — die Preise für Jazz Festival und Weihnachtsmarkt werden meist mit eigenen Multiplikatoren festgelegt, und die gebührenbedingte Anpassung muss darauf aufgesetzt werden, nicht diese ersetzen.
Selbst anpassen oder überlassen
Die Rechnung oben ist der einfache Teil. Der schwierigere Teil besteht darin, Woche für Woche zu beurteilen, ob ein bestimmter Termin in Montreux den freiwilligen Zusatzbetrag verkraftet, ohne die Buchung an einen Mitbewerber zu verlieren — genau die Art laufender, kalenderspezifischer Entscheidung, die eine einmalige Preiserhöhung nicht abbildet. Eigentümer, die überlegen, ob sie das weiterhin selbst verwalten sollen, finden unseren Leitfaden zu den versteckten Kosten der Selbstverwaltung, und wer bereits Verwaltungsoptionen vergleicht, kann nachlesen, worauf vor der Beauftragung eines Verwalters zu achten ist — einschliesslich der separaten 15,5%-Plattformgebührenschicht, die unter der eigenen Provision jedes Verwalters liegt.
Möchten Sie Ihre Preisgestaltung durch diesen Übergang und darüber hinaus verwaltet wissen?
Die von Riviera Host verwalteten Immobilien laufen standardmässig mit dynamischer, eventgerechter Preisgestaltung — Jazz-Festival- und Weihnachtsmarkt-Aufschläge, Nebensaison-Anpassungen und gebührenbedingte Preisanpassungen werden im Rahmen der laufenden Verwaltung erledigt, nicht als einmalige Aufgabe vor einer Frist.
So handhaben wir die PreisgestaltungWeiterführende Artikel: Airbnb-Preisstrategie Montreux für saisonale Spitzen · Wie man eine Hausverwaltung auswählt · Versteckte Kosten der Selbstverwaltung · Wie viel können Sie mit Ihrer Wohnung in Montreux verdienen? · Eigentümer-Fallstudien Montreux
Häufig gestellte Fragen
Um wie viel sollte ich meinen Airbnb-Preis in Montreux wegen der 15,5%-Gebühr erhöhen?
Um etwa +14,8 %, nicht die oft zitierten +18,3 %. Den alten Preis durch 0,845 zu teilen hält nur den brutto angezeigten Listenpreis konstant — nicht Ihren Auszahlungsbetrag, denn unter der alten geteilten Gebühr zahlten Sie bereits rund 3 % selbst. Die auszahlungsneutrale Formel lautet 0,97 ÷ 0,845 = 1,148. Bei CHF 300 pro Nacht sind das etwa CHF 344, nicht CHF 355.
Was passiert, wenn ein selbstverwalteter Gastgeber in Montreux bis zum 13. Oktober 2026 nichts unternimmt?
Die 15,5%-Gebühr gilt trotzdem, und die Auszahlung sinkt bei unverändertem Preis um rund 12,9 %. Es gibt keine Ausnahme und keinen Bestandsschutz — die in Airbnbs eigener Dokumentation genannte Frist ist eine Frist zur Preisanpassung, nicht eine Frist für einen optionalen Wechsel.
Gilt die Frist vom 13. Oktober tatsächlich in der Schweiz?
Ja. Airbnbs Resource Center nennt den 15. September 2026 als Frist ausserhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und den 13. Oktober 2026 für Gastgeber innerhalb des EWR oder speziell in der Schweiz. Die Schweiz wird ausdrücklich neben dem EWR genannt, nicht der früheren September-Welle zugeordnet.
Bemerken Gäste in Montreux ein angepasstes Inserat überhaupt?
Kaum. Airbnb zeigt seit April 2025 Gesamtpreise in der Suche an und sortiert Suchergebnisse seit November 2022 nach Gesamtpreis, sodass die separate Servicegebührzeile für Gäste verschwindet, statt dass der Gesamtpreis sprunghaft steigt. Bei einer auszahlungsneutralen Anpassung ändert sich der Gesamtpreis für den Gast um etwa +0,6 %.
Soll ich meine Preise selbst anpassen oder das einem Verwaltungsservice überlassen?
Beides kann funktionieren, aber die Rechnung oben ist nur der Ausgangspunkt — die schwierigere Frage ist, ob Ihr konkreter Kalender in Montreux, die Eventpreise und die Reinigungsgebührenstruktur eine zusätzliche freiwillige Erhöhung ohne Auslastungsverlust verkraften. Von Riviera Host verwaltete Immobilien werden standardmässig mit dynamischer, eventgerechter Preisgestaltung angepasst.
Quellen
- Jun Zhou, AirROI, Airbnb 15.5% Host Fee: Why +18.3% Is the Wrong Reprice, veröffentlicht 29. Juli 2026, aktualisiert 30. Juli 2026, abgerufen 5. August 2026 — airroi.com
- Airbnb, Simplifying service fees on Airbnb, Resource Center, abgerufen 5. August 2026 — airbnb.com